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Interview mit (Sa-)Bine Krautwurst, FSJ’lerin im CVJM Erlangen
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im CVJM Erlangen wird von Mitte September bis Mitte September des darauffolgenden Jahres absolviert. Darin sind 25 Kurstage (FSJ’ler-Seminare und Fortbildungen) und 26 Urlaubstage enthalten. Betreut werden die FSJ’ler vom RMJ (Ring missionarischer Jugendarbeit). 70 % ihrer Arbeitszeit gilt der Jugendarbeit, 20 % der Büroarbeit und 10 % allgemeinen Hausmeisterarbeiten.
Bine wurde schon oft gefragt, was sie denn so den ganzen Tag über mache. Ich habe mich mit Bine getroffen, um zu erfahren, welche Aufgaben sie im CVJM Erlangen übernimmt.
Bine, warum hast du dich für diese Stelle entschieden?
Ich wollte auf jeden Fall nach dem Abitur etwas anderes machen. Zuerst wollte ich ein ökologisches Jahr absolvieren, da war ich aber leider zu spät dran. Einen Tag vor der CVJMReise nach Ecuador (2009) habe ich dann die FSJStelle im CVJM angenommen. Ich hatte somit den Vorteil, zu Hause wohnen zu bleiben und die Arbeit und ehrenamtlichen Mitarbeiter im CVJM schon weitgehend zu kennen. Daraus folgte eine kurze Einarbeitungszeit.
Im Vertrag steht, dass deine Arbeitszeit in Jugendarbeit,
Büroarbeit und Hausmeisterarbeiten aufgeteilt ist. Was heißt das für
die einzelnen Bereiche genau?
Jugendarbeit bedeutet für mich 12
feste Jungschar oder Jugendgruppen leiten. Ich bereite also mit
ehrenamtlicher Hilfe die ScreamStunden vor und führe sie durch.
Außerdem werde ich oft von anderen Gruppenmitarbeitern gebeten,
Material zu besorgen und aus dem Materialkeller zusammen zu suchen oder
Stühle zu stellen. Des Weiteren unterstütze ich die Hauptamtlichen bei
ihrer Arbeit, helfe bei der Planung und Durchführung von
Veranstaltungen und plane Freizeiten, Seminare und die
Mitarbeiterschulung mit. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die
Kontaktpflege zu ehrenamtlichen Mitarbeitern. Im Büro sind meine
Aufgaben: Schaukasten gestalten, Postausgang verwalten, Pinnwand
aktualisieren, Anrufe entgegennehmen, wenn keine Bürozeiten sind,
EMails beantworten und Programme und Protokolle tippen. Daneben bin ich
auch für die Klause und das Mitarbeiterzimmer verantwortlich.
Gibt es mit den anderen BüroMitarbeitern regelmäßige Sitzungen oder Gespräche?
In
dem FSJJahr habe ich vier sogenannte AnleitungsGespräche mit KarlHeinz.
Dazu gibt es einen RMJBogen als Leitfaden. In diesen Gesprächen werden
aktuelle Dinge besprochen, ich werde aber auch gefragt, wie es mir in
meiner Arbeit geht. Alle zwei bis drei Monate treffen wir uns im großen
Team (Thorben, KarlHeinz, Annette, Mareike, Carina, manchmal Marion),
um über unsere JS und Jugendarbeit zu reden, Seminare und Schulungen
vorzubereiten und die Jahresplanung auszuarbeiten. Vor diesen großen
TeamSitzungen, treffen sich Thorben, KarlHeinz und ich im kleinen Team,
um schon mal vorab zu besprechen, was in den Bereichen JS und
Jugendarbeit, Freizeiten und Freizeitheime anliegt und bürointerne
Dinge zu bereden. Zusätzlich hat man als FSJ’ler(in) ein Gespräch mit
einer Betreuerin des RMJ.
Wie gefällt dir deine Arbeit?
Ich bin sehr zufrieden. Meine
Arbeit macht mir Spaß und man hat viele nette Leute um sich herum.
Unsere zwei Verwaltungskräfte, Frau Horlamus und Frau Peddemors
(arbeitet zwei Tage die Woche), sind einfach spitze. Ich würde mir
allerdings wünschen, dass noch mehr ehrenamtliche Mitarbeiter, auch
jüngere, einfach mal im Büro vorbei schauen und „Hallo“ sagen.
Wie ist es für dich, jetzt für früher ehrenamtliche Tätigkeiten bezahlt zu werden?
Am
Anfang war ich super ehrgeizig und wollte in allen Bereichen – genauso
wie vorher als Ehrenamtliche 100 % geben. Ich habe aber bald gemerkt,
dass einfach nicht genug Zeit und Kraft da ist, alles perfekt zu
machen. Meine Arbeit liegt mir am Herzen und ich mache alles so gut ich
es eben kann. Zusätzlich engagiere ich mich auch ehrenamtlich noch bei
diversen Aufbaulagern. Manchmal ist es komisch, für Veranstaltungen am
Wochenende Arbeitsstunden aufzuschreiben, aber ich bin sehr oft am
Wochenende im CVJM für Vorbereitungen, Planungen oder Veranstaltungen,
so dass ich froh bin, wenn ich mir dafür unter der Woche mal einen Tag
freinehmen kann.
Vielen Dank, Bine für das interessante Interview.
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