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Thorben-Tag
Geschrieben von Chretien, Karl-Heinz   

20100311_thorbentag_1.jpg„Jede Woche ist anders“ - unterwegs mit dem CVJM-Jugendsekretär Thorben Lais

Die MAZRedaktion begleitete den CVJMJugendsekretär Thorben Lais einen Tag lang, um einen kleinen Einblick in den spannenden und abwechslungsreichen Berufsalltag eines Hauptamtlichen in der christlichen Jugendarbeit zu bekommen.

Nicht immer um 6:00 Uhr aufstehen

Heute beginnt der Tag für Thorben um 6:00 Uhr. Das ist früh, sehr früh für ihn, wenn man bedenkt, dass seine Arbeitstage selten vor 22:00 Uhr enden. Gestern Abend war es 22:15 Uhr, als er die Haustür hinter sich schloss. Davor hatte er eine zweistündige Sitzung mit den Hauptamtlichen der "Evangelischen Jugendallianz Erlangen". Heute hat er seinen ersten Termin bereits um 8:30 Uhr mit der MAZRedaktion zum Interview am Frühstückstisch. Davor muss er noch einige Hausarbeiten erledigen, die sich in den letzten Tagen angesammelt haben. Manche Tage sind dicht gedrängt mit Terminen, und erfordern einen 12StundenDienst. Da bleibt dann auch mal einiges liegen. An anderen Tagen hat Thorben etwas mehr Zeit und Luft  auch für private Dinge, oder auch um auszuschlafen. Insgesamt muss es sich ausgleichen, damit der Überstundenberg nicht zu groß wird und das Privatleben nicht zu kurz kommt, denn Arbeit gibt es im CVJM immer  mehr als genug....

20100311_thorbentag_2.jpgZeit zur Besinnung

Seinen Tag beginnt Thorben immer mit einem „ordentlichen Frühstück“ und einer „Stillen Zeit“. Dazu liest er die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine („Jugendausgabe“) und nimmt sich Zeit zur Besinnung und zum Gebet. Nachdem er sich frisch gemacht hat, geht es an manchen Wochentagen dann erst mal ins CVJMBüro. Heute allerdings nicht auf direktem Weg.


Mit der Knutschkugel in die Altstadt

Um 9:30 Uhr steigt Thorben in seine „Knutschkugel“ (so wird sein roter Kleinwagen von manchen CVJMMitarbeiterinnen liebevoll genannt) und fährt zum Büro der Erlanger Altstadtgemeinde. Hier hat er um 10:00 Uhr eine Besprechung mit Pfarrerin Stefanie Mangold. In der Altstadtgemeinde arbeitet Thorben am „Grünen Tisch“, einem offenen Angebot, mit und begleitet und schult die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jungschar, Jugend und Konfirmandenarbeit. Pfarrerin Mangold kommt gerade frisch aus dem Erziehungsurlaub, und so ist das Ziel der Besprechung, sie auf den aktuellen Stand ihrer Gemeindejugendarbeit zu bringen. Pfarrerin Mangold ist überzeugt, dass Thorben in der Altstadtgemeinde eine „super Arbeit macht“, und sie ist sehr begeistert von der Art, wie er die Jugendlichen in der Altstadt schon nach einer kurzen Anlaufphase motiviert hat, mit auf eine Freizeit zu fahren. Für Thorben ist die Arbeit in der Altstadtgemeinde ein „spannendes Arbeitsfeld“. Die jungen Menschen, mit denen er es hier zu tun hat, haben eine andere Prägung und andere Altersstufen als im CVJM, und Thorben freut sich darüber, dass er hier mal ganz andere Berufserfahrungen sammeln kann.

Prioritäten setzen

Von der Altstadtgemeinde geht es nahtlos weiter ins CVJMBüro, wo Thorben um 11:45 Uhr eintrifft. Hier werden erstmal EmailAnfragen beantwortet, einige dringende Telefonate geführt, und es warten noch verschiedene Vorbereitungsarbeiten für die JungenjungscharOsterfreizeit im Waldheim, die Thorben in diesem Jahr leitet. Vor allem muss er heute mit Andi noch Bastelangebote für die Freizeitteilnehmer planen. „Jetzt im ersten Berufsjahr“, so Thorben, „ist es für mich eine der schwierigsten Aufgaben, bei der Vielzahl von Arbeiten in diesem Berufsfeld die richtigen Prioritäten zu setzen und das zu tun, was am notwendigsten erledigt werden muss, die andern Aufgaben dabei aber nicht aus den Augen zu verlieren.“

Eine lange Mittagspause

Um 13:00 Uhr steigt Thorben wieder in sein Auto. Jetzt hat er dreieinhalb Stunden Pause. Die verbringt er in seiner Wohnung in Spardorf und nimmt sich die Zeit heute ganz zum Relaxen, denn der Abend verspricht noch lange zu werden.

20100311_thorbentag_3.jpgFreude über Spielestunde

Der Abenddienst beginnt heute um 16:30 Uhr. Da macht sich Thorben auf den Weg zum evangelischen Gemeindehaus nach Tennenlohe. Von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr findet hier jeden Donnerstag die Jungenjungschar „Panther“ statt. Die leitet Thorben zusammen mit Andi und Simon. Sechs Jungen warten auf die drei CVJMMitarbeiter und freuen sich riesig, dass es heute eine Spielestunde gibt. Entsprechend motiviert beteiligen sie sich auch an dem bunten Spieleprogramm.

Vom Zeitloch zum Teamtreffen

Nach der Jungscharstunde fährt Thorben nochmal für eine dreiviertel Stunde nach Hause. Er hat ein kleines „Zeitloch“, denn der nächste Termin ist erst wieder um 20 Uhr. Da gibt es ein Teamtreffen der Verantwortlichen für die Jungschar und Jugendarbeit des Vereins bei Annette in Sieglitzhof. Solche Teamtreffen finden alle zwei bis drei Monate statt und besprochen wird alles, was für die laufende praktische Arbeit gerade wichtig ist. Heute sind es Rückblicke auf die vergangene Winterfreizeit und das Mitarbeiterseminar, die aktuelle Besetzung der Gruppenleitungsteams, notwendige Bestellungen von Arbeitsmaterial, aber auch Planungen für kommende Freizeiten und Aktionen. Die Tagesordnung für diesen Abend ist lang, aber dank der konzentrierten Mitarbeit aller Beteiligten ist sie doch schon um 22:30 Uhr durchgearbeitet, nicht wie befürchtet erst nach 23:00 Uhr. Noch ein Abschlussgebet und nun ist auch Thorbens Arbeitstag zu Ende. Ein ganz normaler Arbeitstag, der kein normaler Arbeitstag ist. Denn in Thorbens Beruf ist jeder Tag anders als der vorherige und jede Woche hat, neben seinen drei festen Gruppenterminen, viele neue und unterschiedliche Aufgaben und Termine. Aber gerade diese Abwechslung ist eine Facette, die Thorben an seinem Beruf liebt.
 
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